Blockbohlensauna in Außengebäude integrieren

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mat79
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Blockbohlensauna in Außengebäude integrieren

Beitrag von mat79 » 1. Juni 2019, 09:53

Hallo zusammen. Mich treiben seit Jahren Gedanken zu einer Außensauna um. Hab viel gestöbert und bin begeistert, dass viele ihr Wissen teilen und helfen. Daher versuche auch ich mal mein Glück.

Ich habe vor ein paar Jahren ein Holzunterstand als Fachwerk gebaut. Teile der Fächer sind bereits mit Keilstülpschalung geschlossen:
Ansicht_1.PNG
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Jetzt soll ein Teil des Schuppens ein geschlossener Raum werden, in den eine Sauna kommt und der Rest als Vorraum genutzt wird. Die Sauna selbst möchte ich aus 58 mm Blockbohlen bauen. Ich werde mir aber nicht einig, wie ich den Raum herstelle.

Variante 1: Ich schließe den Raum vollständig und stelle die Sauna losgelöst in den Raum (mit 10 cm Abstand zur Außenwand):
Sauna_mit_Abstand.PNG
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Variante 2: Ich platziere die Sauna direkt in einer Ecke des Fachwerks. 2 oder 3 Seiten der Sauna bilden damit Außenwände. Ich spare Material und Platz:
Sauna_als_Aussenwand.PNG
Sauna_als_Aussenwand.PNG (47.2 KiB) 73 mal betrachtet

Zum besseren Verständnis sei noch erklärt, dass die in den Skizzen dargestellte Außenwand noch keine geschlossene Wand ist, sondern nur 12 mm Pfosten.

Meine Fragen mit der Bitte um Erfahrungswerte:
1. V1 oder V2? Gibt es technische Gründe, die gegen Variante 2 sprechen? Bzw. was müsste ich unbedingt beachten, wenn ich diese Variante realisieren würde?

2. Dämmung der Außenhülle? Wie beschrieben sind Teile des Fachwerks bereits verblendet (nur einfach). Die noch offenen Fächer würde ich nun gleichartig nach außen verschließen. Um später einen vernünftigen Innenraum zu haben würde ich von innen vollflächig OSB-Platten verschrauben. Zwischen den Platten und der Schalung bliebe noch ein Hohlraum von 7 cm. Als Luftpolster lassen oder dämmen? Wenn ja mit was? Auch der Vorraum sollte ja diffussionsoffen bleiben denke ich. Es ist nicht geplant, den Vorraum zu beheizen. Er soll in der wärmeren Jahreszeit als Ruheraum dienen. Und wenn man anfängt mit Dämmung, dann wäre ja auch die Decke (und der Boden) noch dran...

3. Deckenaufbau einer Blockbohlensauna? Hier habe ich diverse Varianten gelesen... von Vollholz bis Sandwich... Gerade oben will man ja die Wäme nicht weglassen. Aber Dämmung in einer Vollholzsauna? Meine Gedanken gehen eher dahin, im Deckenbereich dickere Blockbohlen zu verwenden. Was sagen die Profi´s? Wie wäre es fachlich top?

4. Übergang Decke zu Wand? Man ließt immer wieder, dass Deckenelemente eingelegt werden. Also Auflage nur durch Eigengewicht? Oder auch verschrauben? Gibt es spezielle Dichtungen, die man in diesem Übergangsbereich verbaut?

5. Spannstangen. Reicht außen in die Ecken oder gibt es Empfehlungen, bei Wandlänge x kommt alle y oder sowas? Was macht man an Tür-/Fensterstellen? Oder kurzum: kann bitte jemand auflisten, an welchen Stellen Spannstangen sein müssen? Ich habe bislang max. 2 m Gewindestangen gefunden. Wenn der Wandaufbau höher wäre, werden die Stangen verlängert oder lässt man ide untersten Reihen aus, da dort eh das ganze Gewicht aufliegt?

6. Eckverbindung ala Element? Ich habe überlegt, die Seitenenden der Blockbohlen wie bei einer Elementsauna zu verbinden (also alle auf ein Seitenholz zu verschrauben) und zusätzlich in der Wand verteilt Spannstangen zu integrieren... Ist nur ein Gedankenspiel, aber vielleicht hat hier ja auch jemand einen Tip oder Erfahrung...

7. Blockbohlenlieferant: Hat jemand Erfahrung mit Holz von "megasauna"?

8. Holzschutz Außenseite: dass die Innenseite der Sauna unbehandelt bleibt ist klar. Aber mit was schützt man am besten die Außenseite?

Ich denke das reicht erst mal ;o) Ich würde mich freuen, wenn mir jemand bei dem ein oder anderen Punkt weiterhelfen kann. Vielen Dank im Voraus!


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finsterbusch
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Re: Blockbohlensauna in Außengebäude integrieren

Beitrag von finsterbusch » 11. Juni 2019, 06:54

hier ist einiges durcheinander.
willst du nun massivholz oder profilbrett mit dämmung??
blockelement oder mit spannstangen - raumhöhe?
selbstbau in massiv - mein rat, laß die finger davon

wenn massiv, kann man eine "mittlere variante" zwischen 1 und 2 nehmen, also nur 2-3 cm von der außenwand, da keilstülpschalung - hinterlüftet...

mat79
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Re: Blockbohlensauna in Außengebäude integrieren

Beitrag von mat79 » 18. Juni 2019, 21:03

Dann versuch ich den wichtigsten Punkt noch mal rauszustellen: wie die Skizze zeigt ist das "Außengebäude" noch kein Gebäude, sondern ein Fachwerk mit einem Dach und teils verblendeten Fächern. Es soll aber nun zu einem Gebäude werden, in dem die Sauna platziert werden soll und der Rest den Vorraum ergibt. Dazu muss ich noch einen Fußboden bauen und die restlichen Lücken schließen (weiter Stülpschalung bzw. Fenster). An dieser Stelle steht die Frage nach Dämmung, aber eben nur für das Außengebäude. Eine Innenschalung (OSB?) müsste eh noch rein, um Zugluft auszuschließen...

Die Sauna selbst soll Massivholz werden. Innenmaße ca. 2,0 x 2,4 m. Aufgrund des Dachs bleibt auf der einen Seite nur knapp 1,9m Seitenwand. Ich wollte daher einen Teil der Decke schräg auf ca. 2,2m ansteigen lassen...

Zur Bauweise: Hier geht mir mein Punkt 6 nicht aus dem Kopf. Sagen wir meine längste Seite beträgt 2,4 - 2,5 m. Mich interessiert ob es funktioniert, beide Enden der Wand (und damit die Ecke) mit einem eingefrästen Seitenholz abzuschließen, statt einer Verkämmung. Und um den Kräften auf der Wandfläche entgegenzuwirken, z.B. bei 0,8 m und bei 1.6m Spannstangen zu integrieren.

Ich wäre sehr dankbar über Empfehlungen zu 4. (Dachübergang bei Massivbau) und 5. (Verteilung / Verbau von Spannstangen).

Vielen Dank

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